News aus der Spechtgruppe


Untersuchung der Lebensraumansprüche des Grauspechts Picus canus und seiner Verbreitungsgrenze in Niedersachsen

Die Dissertation von Mareike Schneider ist online. Zu finden unter Publikationen.

 


Newsletter No. 03/18 - Anmeldung zur Spechttagung 2019

Der Newsletter 03/18 mit weiteren Infos + Anmeldung zur Spechttagung 2019:

https://mailchi.mp/9954c854ac66/newsletter0218-72505

 

Tagungswebseite der Spechttagung: www.woodpeckers2019.com.


Newsletter No. 02/18

Der Newsletter 02/18 mit Infos zur Spechttagung 2019 in Bialowieza ist online:

https://mailchi.mp/aaf80622ea57/newsletter0218


Newsletter No. 01/18

Rückblick, Ringeln und Tagung 2019

https://mailchi.mp/spechte-net/spechttagung-3310533


Spechttagung 2019

Das nächste Treffen der Fachgruppe Spechte wird im Nationalpark Bialowieza in Polen vom 16. März bis 20. März 2019 stattfinden. Turnusgemäss wird es wieder eine grosse internationale Tagung sein, zu der Spechtforschende aus der ganzen Welt eingeladen werden sollen. Die letzte solche internationale Tagung fand 2014 in Vitoria Gasteiz, Spanien, statt.

 

Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Tagungswebseite www.woodpeckers2019.com.

 


Neue Rubrik: Diskurs

In unserer neuen Rubrik "Diskurs" wollen wir zukünftig ganz gezielt spezielle Themen zur Diskussion stellen, die von allen Mitgliedern kommentiert werden können.

 

Als Anfang regt die Fachgruppe Spechte an, den Themen „Ringeln“ und „Saftlecken“ künftig mehr Beachtung zu schenken. Es bedarf sorgfältiger, quantitativer Studien zum Verhalten der Spechte, insbesondere zur möglichen Relevanz des Baumsafts für die Ernährung der Vögel, aber auch generell zur Häufigkeit von Ringeln und Saftlecken in Raum und Zeit. Helfen würde zudem gutes Bildmaterial, das den Sachverhalt klar darstellt. Daneben wäre es wichtig, die Zusammenarbeit mit Baumphysiologen zu suchen, um die baumphysiologischen Gegebenheiten, und die Möglichkeiten, die sich daraus für die Spechte ergeben, besser zu verstehen.

 

Die Fachgruppe Spechte möchte dazu beitragen, dass dieses Thema sachlich angegangen und mit der notwendigen Wissenschaftlichkeit behandelt wird. Nur so, durch sachlichen und fundierten Dialog, der auf gegenseitiger Akzeptanz beruht, werden wir die Phänomene des Ringelns und des Saftleckens bei unseren einheimischen Arten wirklich verstehen können. Mehr dazu im Menüpunkt Diskurs.


Lautäußerungen heimischer Spechte

Lautäusserungen spielen bei der Beobachtung und Kartierung von Spechten eine zentrale Rolle. Neben der Kenntnis der Lautäusserungen ist es auch wichtig, sie einheitlich zu bezeichnen. Jo Weiss von der Fachgruppe Spechte hat für ornitho.de eine praktische Übersicht der Lautäusserungen erstellt und mit Ton-Beispielen verlinkt. Die Übersicht geht auf seinen Beitrag auf der Hohenemser Tagung 2017 zurück. Der Beitrag wurde in der Zeitschrift "Die Vogelwarte" publiziert und kann hier heruntergeladen werden:

Download
Vorträge 2017
Kurzfassungen von Vorträgen auf der Jah
Adobe Acrobat Dokument 365.9 KB

Białowieża Wald in Gefahr!

Der Białowieża Wald, in dem wir als Spechtgruppe bereits 1995 getagt haben, umfasst rund 1.600 km². Ungefähr 600 km² davon liegen auf polnischem Boden, der Rest befindet sich in Weißrussland. Etwas über 100 km² sind in Polen durch den Nationalpark Białowieża geschützt. Außerhalb davon ist die Bewirtschaftung des Waldes erlaubt und wurde bisher auf relativ "sanfte" Art und Weise praktiziert. Entsprechend gibt es auch im bewirtschaftbaren Teil immer noch viele wertvolle alte Waldbestände und auch das Angebot an Totholz ist dort im Vergleich zu anderen Wirtschaftswäldern sehr hoch. Aus Sicht der Waldbiodiversität wäre es deshalb wichtig, diese günstige Situation nicht durch starke Eingriffe zu gefährden. Offenbar bestehen nun aber Pläne, die Holznutzung massiv zu intensivieren, unter anderem als Reaktion auf Borkenkäfer-Befall. 

Falls Sie sich für den Schutz des gesamten Białowieża Waldes in Polen einsetzen möchten, können Sie das auf folgender Webseite tun: http://kochampuszcze.pl

(Beachten Sie, dass Sie auf das Englisch-Symbol rechts oben klicken müssen, um den Text auf Englisch zu sehen.)

Weitere Infos zum Thema gibt es auf der National Geographic Webseite.


Prominente Nachnutzer

Download
Flyer zum Thema Spechthöhlen
Flyer_Spechthöhlen_Wilhelm Meyer.pdf
Adobe Acrobat Dokument 12.8 MB

Resolution der Fachgruppe

Die Fachgruppe Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft  veranstaltete vom 05. bis 07.06.2015 in Ascheberg-Davensberg (NRW) ihre Jahrestagung zum Thema: „Spechthöhlen als wichtige Schlüsselrequisiten der Artenvielfalt im Wald". Die Teilnehmer zeigten sich in hohem Maße besorgt über den zunehmenden wirtschaftlichen Druck auf die Wälder, etwa durch den Bedarf an Energieholz und Papierholz, aber auch wegen des Exports von Starkholz.

Deshalb haben die etwa 60 Teilnehmer der Tagung die RESOLUTION ZUM SCHUTZ DER SPECHTBÄUME IN WIRTSCHAFTSWÄLDER  einstimmig verabschiedet. Den genauen Wortlaut der Resolution gibt es hier als pdf zum downloaden:

 

Download
RESOLUTION ZUM SCHUTZ DER SPECHTBÄUME IN WIRTSCHAFTSWÄLDER
Stellungnahme der Fachgruppe "Spechte" der DO-G
Resolution der DO-G 2015.pdf
Adobe Acrobat Dokument 95.9 KB

Ehrennadel für Eberhard Mayer

Filderstadt, 01.10.2013

 

Eberhard Mayer, der Sprecher der Biotoper, hat vom Minsterpräsidenten Wilfried Kretschmann die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für seine Verdienste um den Erhalt der Natur verliehen bekommen.

Die Biotoper aus Filderstadt haben sich vor 30 Jahren einem Aufruf der Stadtverwaltung folgend zusammengetan, um stadtweit Biotope aufzunehmen.

Damals, nach getaner Arbeit, haben sie weiter zusammengehalten, haben überall, wo Landschaft verbraucht werden sollte nach Lösungen gesucht, mit Natur schonend umzugehen. Sie sind eine ehrenamtlich arbeitende Gemeinschaft an der Natur interessierter Bürger aus Filderstadt und den umliegenden Gemeinden.

Eberhard Mayer, der Primus inter pares, ist ihr Ideengeber und Motor. Er ist immer freundlich, verbindlich und dennoch vertritt er sein Anliegen, das Anliegen der Natur, klar und unbestechlich.

Spechte spielen bei der Arbeit der Biotoper immer eine wichtige Rolle. Sind doch die Streuobstbestände der Umgebung Lebensraum für Grünspecht, Mittelspecht, Buntspecht, Grauspecht und Wendehals. 1993 hat Eberhard Mayer zusammen mit Roland Mack einen Bericht über Spechtvorkommen im Raum Filderstadt herausgegeben.

Bei der Verleihungsfeier sagte  Eberhard Mayer:

„Wir alle engagieren uns ja nicht aus Egoismus und persönlichem Vorteil, sondern aus Gewissensgründen, aus der Verpflichtung heraus, etwas für den Erhalt der Landschaft und den darin lebenden Tier- und Pflanzenarten zu unternehmen!„   


Ein Specht zu Ehren Mandelas

Dezember 2012

 

In Südafrika haben Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts in Frankfurt und des Institut de Génomique Fonctionnelle de Lyon eine bisher unbekannte fossile Spechtart beschrieben. Zu Ehren des einstigen Präsidenten von Südafrika wurde sie Australopicus nelsonmandelai genannt. Es ist der älteste Fund eines Spechts in Afrika. Die untersuchten Knochen stammen aus dem frühen Pliozän Südafrikas, der Fossilienfundstelle „Langebaanweg“. Sie sind über 5 Millionen Jahre alt. Die Fundstelle ist für ihre zahlreichen, gut erhaltenen Vogelfossilien bekannt – über 60 verschiedene Vogelarten wurden hier bisher gefunden.

Die Anwesenheit von Spechten in der untersuchten Region zeigt uns, führt Dr. Albrecht Manegold vom Senckenberg-Museum aus, dass es dort zur Zeit des frühen Pliozäns Wälder gegeben haben muss, denn die meisten Spechte sind in Regionen mit Bäumen zu Haus.

Und noch eine weitere Überraschung hielten die Knochen bereit, die im Iziko South African Museum in Kapstadt aufbewahrt wurden. Bisher war man davon ausgegangen, dass Afrika im Miozän von drei verschiedenen Spechtlinien besiedelt wurde, von denen alle heute in Afrika südlich der Sahara vorkommenden Spechte abstammen. Die neu beschriebene Art unterscheidet sich aber deutlich von diesen Linien.

Knochenmerkmale zeigen, dass der fossile Specht näher mit Schwarzspechten und der Spechtgattung Celeus verwandt ist. Diese Gattungen gibt es aber nur in Eurasien beziehungsweise in Mittel- und Südamerika.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Australopicus nelsonmandelai aus Eurasien stammt und auf dem afrikanischen Kontinent isoliert wurde, als sich im Zuge von Klimaveränderungen vormals bewaldete Gebiete in Savannen- und Graslandschaften verwandelten.

 

Kontakt:

Dr. Albrecht Manegold

Sektion Ornithologie

Tel. +31(0)620987179

Albrecht.Manegold@senckenberg.de

 

Literatur

Albrecht Manegold & Antoine Louchart (2012): Biogeographic and paleoenvironmental implications of a new woodpecker species (Aves, Picidae) from the early Pliocene of South Africa. Journal of Vertebrate Paleontology 32(4):926-938 http://dx.doi.org/10.1080/02724634.2012.664597

 


Swiss Forestry Society - Journal

 

Die neue Ausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen (6/2012) behandelt das Thema Naturwaldreservate.

 

Die Texte werden nach 4-5 Monaten offenbar frei zugänglich. So könnten Interessierte dann direkt auf die Artikel zugreifen. Weitere Informationen sowie Inhaltsverzeichnis und ältere Ausgaben gibts hier >> www.szf-jfs.org/toc/swif/163/6